Buchbesprechung – Leica and Zagato – USA Collectibles

Die Firma Zagato wurde im Jahr 1919 gegründet und bereitet sich mit einer Buch-Trilogie auf sein 100 jähriges Jubiläum vor. Der erste Titel ist nun im Delius Klasing Verlag erschienen und zeigt unter dem Titel USA Collectibles beeindruckende Fotos aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

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Das Buch kommt trotz oder gerade wegen dem Verzicht auf einen Schutzumschlag edel daher. Das matte Äußere kann auf jeden Fall begeistern und das Titelbild zeigt durch eine minimalitische Abbildung eines Alfa Romeo TZ2 den künstlerischen Anspruch. Neben Zagato steht die Firma Leica im Fokus – auch diese kann schon auf lange Historie zurückblicken. Zum Start werden beide Firmen auch kurz vorgestellt und das gemeinsame Fernglas vorgestellt. So finden sich neben Zeichnungen zum Fernglas auch erstklassige Bilder mit dem Zagato Mostro als „Begleiter“.

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Anschließend erläutern Andreas Kaufmann, Marella Rivolta Zagato, Andrea Michele Zagato und Enrico Leonardo Fagone die Idee zum Buch und den entsprechenden Hintergründen. Ziel des Buches ist es nicht die Automobile zu zeigen, sondern vielmehr dem Leser eine Reise durch die USA mit seinen vielschichtigen Landschaften zu bieten. Dazu gibt es diverse Zitate von großen Künstlern, Fotografen, Filmproduzenten und Philosophen. Aber auch die zu entdeckenden Automobile aus der langen Historie der Firma Zagato sind natürlich wichtiger Bestandteil der Bilder. Der Leser kann viele Raritäten entdecken.

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Im folgenden Hauptteil zeigen sich 33 verschiedene Zagato-Automobile in unterschiedlichen Szenarien in den USA. Mit großformatigen Abbildungen wird der Leser auf die Reise mit genommen und der Start gebührt dem Titelhelden und einer Ikone aus der Zagato-Historie: dem Alfa Romeo TZ2. Dieser präsentiert sich auf einem baumreichen Anwesen. Die Bilder sprechen für sich und werden wie bereits erwähnt von Zitaten unterstützt, Diese sind immer in der Landessprache der Person geschrieben und bei Bedarf in Englisch übersetzt. Die Vielfalt der Bilder ist wirklich gut und zeigt neben verschiedenen Schauplätzen auch unterschiedliche Jahreszeiten.

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Ob in der Wüste, am See, auf der Einkaufsstraße oder auf dem privaten Hof. Die Orte zeigen ohne Frage die gewollte Vielfalt. Immer wieder finden sich auch tolle Detailaufnahmen der Automobile wieder, die zumeist echte Exoten darstellen. Die Qualität der Bilder ist allerdings auch sehr unterschiedlich und kann dem hohen Anspruch sicher nicht immer vollumfänglich erfüllen. Der künstlerische Anspruch des Fotografen lässt sich häufig deutlich entdecken, aber einige Bilder wirken doch etwas sehr einfach und austauschbar. Die Mischung ist in jedem Fall ebenso vielschichtig und interessant.

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Nach den Fotografien erfolgt die ausführliche Erläuterung zu Entstehung vom Fotografen Winston Goodfellow. Hier wird die Faszination und erste Begegnung mit einem der ungewöhnlichen Automobile von Zagato deutlich. Die ein oder andere Interessante Anekdote zu den Aufnahmen lässt sich auch finden.
Zu jedem der fotografierten Fahrzeuge liefert das Buch noch eine kleine Beschreibung. Bei einigen Modellen finden sich auch die wichtigsten technischen Daten wieder. Ein komplette Aufarbeitung der Modelle ist aber nicht das Ziel und sollte nicht erwartet werden.
Zum Abschluss zeigt das Buch noch einige Bilder „Back in Europe“ von der Präsentation des Zagato Mostro und des Fernglases Leica Ultravid 8×32 Edition Zagato.

Fazit: Das klassische Coffee Table Book zeigt gleiche mehrere Aspekte. Neben der Vielfältigkeit der USA bietet es eine Zeitreise durch die Historie von Zagato und die verschiedenen Automobile. Dazu einige wenige Notizen zur Entstehung und zur Idee des Buches sowie einige Hinwiese zu den einzelnen Automobilen.
Das Layout und die Aufmachung des Titels sind dem Anspruch entsprechend und erfüllen die Erwartungen. Einziger Wermutstropfen ist die teilweise nicht gute Abbildungsqualität der Bilder, die sicher auch dem Alter der Aufnahmen geschuldet sind, da einige noch aus analogen Quellen stammen. Eventuell soll auch dieser Eindruck übertragen werden.
Die Druckqualität ist in Ordnung, kann den hohen Anspruch aber leider auch nicht ganz erfüllen, des häufigeren kann man Papierstaub entdecken und das Druckpuder ist relativ deutlich zu spüren. Die Bindequalität hingegen ist sehr gut.
Zum Preis von stattlichen 78€ erhält der Leser die Möglichkeit zur entspannten Reise durch die USA und durch die Historie der ungewöhnlichen Zagato-Automobile.

Bibliografie:
Titel: Leica and Zagato – Volume 1: USA Collectibles
Autor: Winston S. Goodfellow
Umfang: 192 Seiten, 148 Farbfotos, 10 Schwarz-Weiß-Fotos, 11 farbige Abbildungen
Format: 268 x 294 mm
Bindung: Hardcover
Auflage: 2015
Preis: 78,00 €
ISBN-Nr.: 978-3-667-10423-6
Bestellbar beim Verlag unter: www.delius-klasing.de

Text: Marco Rassfeld
Fotos: Delius Klasing, Marco Rassfeld

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