Magazin – sport auto 3/2017

Die sport auto zeigt monatlich immer die sportlichen und schnelle Autos und verfügt auch über einen umfangreichen Motorsport-Teil. Eine durchaus sinnvolle Verbindung wie auch das Vorwort von Marcus Schurig feststellt. In einer kleinen Anekdote zeigt er das Verständnis für den Motorsport auf, und stellt fest das es gute Sportwagen ohne Motorsport nicht geben könnte. Und im Inhalt finden sich einige beeindruckende Beispiele.

Der Nürburgring zählt bei der sport auto-Redaktion zum ständigen Reiseziel um die Performance der Testobjekte auf der weltweit bekannten Rennstrecke zu verifizieren. Doch ein Ausflug zum Ring bei Schnee? Nichts ist unmöglich, schließlich bietet selbst Ferrari Modelle mit Allradantrieb an. So macht sich Christian Gebhardt in einem Ferrari GTC4 Lusso auf den Weg um die 25 Zentimeter Neuschnee zu begutachten. Der Ferrari ist die Weiterentwicklung des FF und leistet nun stattliche 690 PS, gepaart mit Allradantrieb und vier Sitzplätzen eine Ferrari-untypische Kombination. Hier bekommt der Leser einen tollen Bericht geboten, in dem eine Runde über die Nordschleife leider unmöglich bleibt, wie auch die erstklassigen Bilder schnell deutlich machen. So bleibt die Schneerunde aus, aber ein wenig darf sich Gebhardt doch austoben. Eine abgefahrene Idee die in einem sehr lesenswerten Bericht endet.

Zur Nordschleife hat auch ein anderer, italienischer Hersteller eine Meldung: Der Lamborghini Hurácan Performante soll nunmehr das schnellste Automobil auf der legendären Strecke sein. Mit welcher Zeit der noch nicht offiziell vorgestellte Perfomante diese bezwang bleibt bis zum kommenden Genfer Salon allerdings noch geheim. Auf der Rennstrecke in Monza war es der sport auto möglich den neuen Star anzutesten. Dabei geht der Fahrbericht zunächst auf die ausgeklügelten Aerodynamik-Kompenten ein, die in jeder Situation einen optimalen Anpressdruck generieren soll. So ist beim ersten Eindruck auch eine deutliche Steigerung des Brems- und Lenkverhalten gegenüber den Standard-Huracán festzustellen. Die komplette Optik bleibt unter einer Tarnfolie verborgen und auch technische Details sind noch nicht bekannt. So kann man auf die ersten Bilder und echte Tests wirklich gespannt sein.

Weiter Themen im Test & Technik-Teil: Großer Handling-Check mit zwölf sportlichen Automobilen, welche die gesamte Palette von Kleinwagen bis SUV abdecken, ein Fahrbericht zum modellgepflegten Toyota GT86, der Supertest mit den Aston Martin Vantage GT8 und der ebenfalls modellgepflegte Volkswagen Golf GTI im Fahrbericht. Mit dem Carrera GTS zeigt sich eine neue Spielvariante des Porsche 911 im Fahrbericht, im Vergleichstest stehen sich der Audi A5 2.0 TFSI quattro, BMW 430i Coupé, Chevrolet Camaro Turbo und Ford Mustang 2.3 Ecoboost gegenüber und der Mercedes-AMG E43 4matic stellt sich ebenfalls einem Test. Der nachgeschärfte Lamborghini Aventador S zeigt sich im Fahrbericht und zum Tuning-Vergleich treten der MTM-Audi RS 3 R, der Laptime Performance-BMW M2 und Wolf-Ford Focus RS gegeneinander an.

Der Dakar stellt zu Jahresbeginn das Highlight der Marathon-Rallyes dar und wie im letzten Jahr waren die Konkurrenten gegen die Werks-Peugeot chancenlos. So zeigt der Bericht in der sport auto auch weniger den fast schon zu erwartenden Rennverlauf noch, sondern blickt auf einzelne Episoden aus dem Verlauf der Rallye. So wird deutlich unter welchen schweren Bedingungen die Rallye stattfand und auf Grund von langanhaltendem Regen in Bolivien sogar einige Etappen ausgelassen werden mussten. Oder wie die Höhenkrankheit einige Fahrer sogar zum Aufgeben zwang und warum nicht mal ein Blitzeinschlag einen Motorradfahrer aufhalten konnte. Dazu noch die Wahrheit über die einfache und sehr günstige Möglichkeit an Dynamit zu kommen und das Hobby mit einem LKW an der Dakar teilzunehmen. Schöner, weil unkonventioneller Report zur längsten Rallye der Welt.

Apropos Rallye – die Rallye-WM ist mit der Rallye Monte Carlo bereits in die Saison gestartet und zeigt immer spektakulärere Fahrzeuge. Nachdem Rückzug von Volkswagen stehen nun vor allem Citroën, Ford, Hyundai und Toyota als Hersteller im Mittelpunkt der Topklasse. Das angepasste Reglement wird kontrovers dargelegt und auch die Stimme der Fahrer werden immer berücksichtigt. Neben dem nun optisch deutlich auffälligeren Bodykits sorgte auch die höhere Leistung für nachdrücklich schnellere Rennen. Vor allem in den Kurven legten die Rallyewagen beachtlich zu und nutzen so die Vorteile der nun größeren Spoiler aus. Markus Stier liefert einen Blick hinter die Kulissen und weist auch auf eventuelle Gefahren hin, die durch die höheren Geschwindigkeiten entstehen kann. Vor allem die Rallye-Szene ist hier ja leider noch immer vorbelastet. Es wird sicher interessant die weiteren Entwicklungen zu verfolgen.

Dazu noch folgende Themen aus dem Motorsport: Wie Valeri Bottas zu Mercedes kam, ein Bericht zum Driver-Grading-System, ein Interview mit dem Sieger der 24 Stunden von Daytona Max Angelelli und der Einstand der neuen Acura GT3 NSX beim selben Rennen. Der Bericht zum 24 Stunden Rennen in Daytona fehlt natürlich nicht und auch das 12 Stunden Rennen im australischen Bathurst wird ebenfalls thematisiert.

Text: Marco Rassfeld
Fotos: Janus Ree/Red Bull Content Pool, Marco Rassfeld