Event – IAA 2017

Die Internationale Automobil Ausstellung in Frankfurt ist wieder gestartet und bei der Eröffung berichtete Matthias Wissman, Präsident vom VDA über beeindruckende Zahlen. So finden sich auf dem Messegelände 228 Weltpremieren, 64 Europapremieren und 32 Deutschlandpremieren. Das Motto der 67. IAA lautet Zukunft erleben und zeigt sich auch durch die Präsenz von mehr als 250 Unternehmen und Organisationen, die sich in der eigens geschaffenen New Mobility World präsentieren.

Der Fortschritt beim Automobil hat dabei unterschiedlichste Ansätze, wobei die Elektromobilität oder das autonome Fahren nur zwei der vielen Themen darstellen. Diesen technologischem Fortschritt stellt sich die IAA und wird so für die großen Automobilhersteller auch weiterhin interessant um neue Verbindungen zu schaffen und bestehende Partnerschaften zu pflegen. Ein interessanter und mutiger Ansatz. Schließlich werden die meisten Besucher nicht unbedingt aus der Fachwelt stammen und möchten sich vielmehr über eine möglichst komplette Präsentation des aktuellen Automobilangebotes ein Bild machen.

Die Auftritte von BMW, Mercedes und Volkswagen sind erneut sehr bemerkenswert und mit viel Aufwand wurden interessante Messestände bzw. Hallen geschaffen, in denen sich die Marken der Konzerne präsentieren. Aber schon hier wird dem aufmerksamen Besucher schon die ein oder andere Lücke auffallen. Schließlich gehört zur BMW Group neben Mini auch Rolls-Royce. Diese hochkarätigen Fahrzeuge fehlen allerdings ganz. Nun könnte man meinen, das die Anzahl der potentiellen Käufer eines Rolls-Royce auf der IAA vermutlich verschwinden gering sein dürfte.

Aber auch weitere Hersteller nutzen die Messe nicht zur Präsentation ihres Angebots. Schon im letzten Jahr blieb Volvo der Messe fern und auch in diesem Jahr möchte man sich nur auf eine Messe pro Kontinent konzentrieren, für Europa war dies im Falle von Volvo der Genfer Autosalonim Frühjahr des Jahres. Einen ähnlichen Grund bringt auch Mitsubishi vor, die ebenfalls nicht zu entdecken sind. Mit Aston Martin, Cadillac, Chevrolet, Infiniti, Nissan und Tesla fehlen auch weitere Hersteller, die eigentlich ein mehr oder weniger fester Bestandteil der Szene sind. Tesla gibt als Grund an, sich nicht als klassischer Automobilhersteller zu sehen und somit einen Auftritt als nicht nötig zu erachten.

Für viele Käufer sicher am schmerzlichsten ist das Fehlen der Marken von Fiat Chrysler Automobiles und PSA. So sind weder Fiat noch Peugeot zu entdecken, von PSA ist nur Citroën vor Ort auch der Nobelableger DS ist nicht zu finden. FCA verzichtet vollständig auf einen Auftritt in Frankfurt und so werden auch Alfa Romeo, Jeep und Abarth mit ihren speziellen Automobilen vermisst. Aber aus China gibt es dafür um so positivere Nachrichten. Die Marken Chery und Wer nutzen die Messe in Frankfurt um ihr aktuelles Angebot und ihren blick in die Zukfunt erstmalig zu präsentieren. Hier kann man die ein oder andere interessante Überraschung erleben, denn die Stände nutzen auch einen beeindruckend großen Platz. Bei den Exoten gibt es leider auch nur sehr wenige zu entdecken, auch hier stellt China mit dem Aspark Owl ein optisch wie technisch beeindruckender Elektro-Sportwagen die Ausnahme dar.

Die Gründe für das Fehlen solch vieler Marken ist sicher vielschichtig und hat mehrere Gründe. Aber der VDA sollte die als Zeichen verstehen sich für die Zukunft auch wieder auf ihre eigentliche Kernkompentenzen zu konzentrieren. Ansonsten wird aus einer angesehenen Besuchermesse eine Fachmesse.

In diesem Jahr gibt es aber für Automobilfreunde trotzdessen wieder viel zu entdecken und die Berichterstattung über die IAA steht momentan bei fast allen Medien im Fokus. Neben den reinen Messeständen in den Halle gibt es auch auf den Freigeländen viel zu erleben und auch zu erfahren. Die folgenden, umfangreiche Bildergalerie zeigt abschließend eine Auswahl der Highlights der 67. Internationalen Automobil Ausstellung zu entdecken. Darunter auch ein ganz besonderes Filmstar …

Text: Marco Rassfeld
Fotos: Klaus Harig, Marco Rassfeld