Buch – Art of Classic Sports Cars

Anmut, Stil und Eleganz sind fraglos Attribute welche klassische Sportwagen auch heute noch auszeichnen. Ein weiteres Art of-Buch aus dem Motorbuch Verlag blickt auf einige der interessantesten Sportwagen und rückt diese ins rechte Licht.

 

Das Buch kommt im Querformat daher um den Bildern auch eine entsprechende Fläche zu geben. Schon auf dem Titel zeigt sich eine besondere Aufnahme, welche die Bildsprache im Buch vorwegnimmt. Der Jaguar XKSS ist ein besonderer Sportwagen mit echten Rennwagen-Wurzeln. Die Aufsicht ist allerdings durchaus ungewöhnlich und zeigt den Engländer von einer bisher kaum bekannten Seite. Auf der Rückseite zeigt sich die selbe Einstellung mit einer Renault Alpine A110 und enthält auch einen entsprechenden Klappentext. Durch den schwarzen Hintergrund werden die Fahrzeuge noch hervorgehoben und scheinen förmlich zu leuchten. Nachdem Aufschlagen zeigt sich auf dem Vorsatz eine erste Detail Aufnahme eines Austin-Healey ehe nach dem Inhaltsverzeichnis die Einleitung folgt.

 

Mit klassischen Roadster und Cabrios beginnt dann der kunstvolle Blick auf einzelne Modelle. In den vier Unterkategorien finden sich die Fahrzeuge dann in alphabetischer Reihenfolge und so gebührt der Start dem AC Ace. Ein klassischer englischer Roadster, der vielen heutzutage als Basis für die legendäre Cobra bekannt sein dürfte. Das auch die klassische Basis einen besonderen Reiz hat, legt das Buch mit erstklassigen Bildern und auch einen dazu recht informativen Text dar. Gerade die abgebildete Farbkombination von hellblauem Lack mit roter Innenausstattung kann rundum überzeugen. Mit dem Austin-Healey 100S kommt ein weiterer englische Sportwagen zum Vorschein. Beim S handelt es sich dazu um ein besonderes Evolutions-Modell des 100, der in nur wenigen Exemplaren produziert wurde. Vom BMW lassen sich dann mit dem 328 und dem 507 zwei vollkommen unterschiedliche Modelle entdecken. Während der erste dem Motorsport zugewandt war, sollte der Zweite den US-Markt beleben. Der 507 konnte aber nur in kleinen Stückzahlen abgesetzt werden. Es folgen noch der MG TC Midget und der MGA. der Porsche 356, der Sunbeam Tiger und der Triumph TR4.

 

Als nächstes folgt ein Blick auf begehrenswerte GT-Fahrzeuge. Diese zeichneten sich im Ursprung durch einen hohen Komfort und gleichzeitig einer hohen Reisegeschwindigkeit aus. Das Kürzel GT ist inzwischen aber in alle Fahrzeug-Klassen anzufinden und hat kaum noch den Charme vergangener Tage. Der Aston Martin DB4 lässt ahnen in welches Spähren die damaligen Grand Tursimo spielten. Neben den schon erwähnten Eigenschaften war auch eine optische gediegene Erscheinung gern gesehen und die Bilder sprechen hier eine herausragende Sprache und zeigen die seltene offene Variante. Mit den Corvettes C1 und C2 betreten dann auch die ersten amerikanischen Fahrzeuge die Bühne des Buches und glänzen mit ihren speziellen Tugenden. Mit dem Ferrari 250 California ist dann eines der teuersten Autos der Welt ebenfalls Bestandteil des Buches und die Abbildungen machen erneut deutlich warum. Mit dem Marcos 3-Liter GT zeigt sich dann noch ein kauziger Engländer, der nicht jedem Leser bekannt sein dürfte. Aber er hat ohne Frage seinen eigenen Charme. Der Mercedes-Benz 300 SL ist dagegen wohl eines der bekanntesten Autos der Herstellers aus Stuttgart und beschließt die Kategorie in der Roadster-Ausführung.

 

Es folgen Sportcoupés, bei denen der Einstand durch den Datsun 240Z erfolgt. Mit diesem Modell legte der japanische Hersteller die Basis für eine sportliche Baureihe die bis heute fortgeführt wird. Vor allem in den USA war der 240Z ein voller Erfolg und konnte viele Käufer überzeugen, da auch die Konkurrenz aus dem eigenen Land kaum vorhanden war. Auch hier zeigt sich ein in der Farbgebung besonders gelungenes Exemplar, welches mit vielen tollen Bilder dargestellt wird. Mit dem Dino 246 GT folgt dann ein Ferrari der keiner sein durfte. Das Konzept war zu weit von den damaligen Modellen der Italiener entfernt und verfügte über einen Mittelmotor. So setzte Enzo Ferrari seinem verstorbenen Sohn ein mehr als würdiges Denkmal. Mit dem Renault Alpine A110 kommt dann das einzige französische Fahrzeugs des Buches zum Zug. Der kleine Sportwagen besticht durch die klassischen blaue Farbe und hat zudem eine erfolgreiche Geschichte vorzuweisen. Der Toyota 2000 GT ist das auch schon wieder der Abschluss der Kategorie und liefert einen Blick auf das vermutlich wertvollste Automobil aus Japan. 

 

Modelle mit Rennsportflair sind schließlich die Basis der letzten Kategorie des Buches und schlagen direkt eine Brücke zum Titelbild des Buches. Der Jaguar XKSS zeigt sich zunächst im Profil, ehe die Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale als erstes Modell ins Rampenlicht rollt. Gleich zwei weitere italienische Modelle folgen dann von Fiat mit dem Dino und dem 8V. Dieses sind genau genommen zwei komplette Modellreihe, wobei im Bild der Dino Spyder und der 8V Demon Rouge den Leser sicherlich von der optischen Qualität überzeugen können. Der XKSS von Jaguar folgt dann als nächstes, gemeinsam mit dem E-Type. Dieser ist bis heute eine Design-Ikone im Automobilbau und trug zum guten Ruf von Jaguar maßgeblich mit bei. Von Lotus finden sich mit dem Elite und dem Elan S1 ebenfalls gleich zwei Modelle wieder, gefolgt von dem Maserati 300S ein Rennwagen, der auch auf der Straße bewegt werden konnte. Der Abschluss erfolgt dann mit dem Porsche 911 Carrera RS der ersten Serie, eine weitere automobile Legende.

Fazit: Die Auswahl der Fahrzeuge im neusten Art Of-Buch kann wirklich überzeugen, obwohl diese natürlich nur sein subjektiv erfolgen konnte. Mit 28 der fraglos wichtigsten Sportwagen der Geschichte zeigt sich auch eine beeindruckende Bandbreite wieder. Die Bilder sind über jeden Zweifel erhaben und zeigen sowohl das komplette Automobil aus unterschiedlichen Motiven als auch viele Details, die dem Leser die einzelnen Fahrzeuge deutlich näher bringen. Die dazu begleitende Texte liefern einen kurzen Abriss der Geschichte von Hersteller und Modell, aber auch einige Details zum fotografierten Chassis lassen sich das ein oder andere mal wiederfinden.
Für knapp 50 Euro kann man ein Buch mit einer optisch sehr gelungenen Darstellung der interessantesten Sportwagen der Historie erwerben. Zum Einstieg perfekt, aber auch Kenner können noch einiges entdecken.

Bibliografie:
Titel: Art of Classic Sports Cars – Anmut, Stil und Eleganz
Autoren: Stuart Codling, James Mann
Umfang: 208 Seiten, 400 Abbildungen
Format: 305 x 245 mm
Bindung: gebunden
Auflage: 09/2018
Preis: 49,90 €
ISBN: 978-3-613-04104-2
Bestellbar beim Verlag unter: www.motorbuch.de

Text: Marco Rassfeld
Fotos: Marco Rassfeld