Magazin – ams Edition 2019

Mit vier Ausgaben je Jahr ist die ams Edition inzwischen ein fester Bestandteil des Portfolios der Motorpresse aus Stuttgart. Die letzten drei Ausgaben des Jahrgang 2019 stellen wir hier gemeinsam vor und geben so einen Überblick über die mögliche Breite des Sonderausgaben.

Unterschiedlichste Themen lassen sich in den Ausgaben entdecken.

Die Aufmachung der Magazine unterscheidet sich in einigen Punkten von der regulären auto motor und sport. So kommt hier ausschließlich eine hochwertige Klebebindung zum Einsatz, welches auch eine gedruckte Rückenzeile zulässt. Dies ermöglicht auch die Platzierung einer Rückenzeile, so dass man die Hefte auch schnell wiederfinden kann, wenn man diese ins Regal eingeräumt hat. Hier findet sich so der jeweilige Titel und der Hinweis auf die Edition wieder. Auch der Umfang des ams Edition ist bei diesen Titeln gleich und umfasst 164 Seiten, eine gute Grundlage um das Thema mit dem notwenigen Umfang zu würdigen. Gemein ist seit jeher den Editionen die Nutzung von zeitgenössischen Artikeln aus dem Archiv, wobei hier auch eine Ausnahme die Regel bestätigt. In den alten Artikeln lässt sich auch das Zeitgefühl wiederfinden, denn die Berichterstattung war durchaus anders als heute, denn alleine die heutige Vielfalt der Neuerscheinung lässt eine so umfangreiche Berichterstattung wie früher nicht mehr zu. Alleine dies macht die Editions-Ausgabe für die Fans des Themas interessant, und Sammler erhalten eine umfassende Bibliothek mit einer Übersicht zu unterschiedlichsten Themen.

Formel 1.Wagen auch allen Epochen stellen sich im Heft zum 1000. Grand Prix vor.

Aus Anlass des 1000. Grand Prix‘ der Formel 1 erschein das zweite Heft des Jahrgangs 2019. Schon die erste Ausgabe hatte zum 50. Geburtstag von Michael Schumacher mit der Motorsport zu tun, so dass hier zwei Ausgaben nacheinander zum vermeintlich gleichen Thema herausgebracht wurde. Aber die entsprechende Anlässe sind ohne Frage auch eine einzelne Betrachtung wert und deshalb lohnen sich auch beide Ausgaben. Der Titel zeigt gleich mehrere Weltmeister der Formel 1, die sich auf einem roten Hintergrund wiederfinden. Dazu in großen Lettern die beeindruckende 1000 und ein kleinerer Untertitel. Wie immer ein Magazin-untypisches Titelbild mit der Fokussierung auf ein Thema. Im Inhalt findet sich dann ein buntes Portfolio mit vielen Geschichten aus der Historie von 1000 Rennen. So blickt der erste Artikel auf das erste Rennen der Formel 1 zurück, welches 1950 im englischen SIlverstone ausgetragen wurde. Im gesamten Heft verteilen sich in Tabellenform auch alle Sieger der 1000 Rennen und natürlich gibt es auch einen Überblick über alle Weltmeister von 1950 bis 2018. Durchaus beeindrucken können dann persönliche Erinnerungen einiger der bekanntesten Fahrer, die sich mit jeweils einigen Bilder schmücken. Ob Niki Lauda, Alain Prost oder Mika Häkkinen, viele Fahrer aus alle Epochen erinnern sich an besondere Momente in der Formel 1. Dazu passend gibt es noch einen Artikel zu den Fahrer-Ikonen. Zudem blickt das Magazin auch jedes 100ste Rennen zurück, liefert Bericht zu Team, Maschinen und Menschen rund um die Formel 1. Ein Heft, welches einen tollen Rückblick auf die Formel 1 liefert, bei denen sich die Fans der Formel 1 sicher dran erfreuen werden.

Ein Ausfahrt in einem echten Klassiker entschleunigt ungemein.

Gerne genommen werden für die Sonderhefte der ams Edition Jubiläen, so wie die 120 Jahre, auf die Opel im Jahr 2019 zurückblicken konnte. Die Marke durchschritt in ihrer Geschichte schon eine Höhen und Tiefen und ist aktuell unter die Regie der französischen PSA-Gruppe. Auf dem Titel zeigen sich zwei Modelle, welche 120 Jahre auseinander sind, neben dem Patentmotorwagen von 1899 steht im Vordergrund ein neuer Opel Corsa. In diesem Fall fast schon wie selbstverständlich in der Elektro-Variante. Elektromobilität ist auch gleich das Thema des ersten Artikels, in dem neben dem neuen Corsa auch der aktuelle Grandland X Hybrid 4 vorgestellt wird. Vom neuen Zafira Life und auch von Vivaro sind schon entsprechende Version angekündigt. Dazu gibt es auch noch einen kurzen Blick in die Vergangenheit des Eletkroantriebs bei Opel, mit dem Elektro-GT-Rekordwagen und den beiden Generationen des Ampera. Nach einem Blick auf die Anfänge folgt eine toller Fahr-Erlebnis-Bericht mit dem Opel 4/20 aus den 1920er Jahren, ehe mit Hilfe der Archivs unterschiedlichste Fahrzeuge von Opel zeitgenössisch getestet werden. Ob Olympia Rekord Caravan, Kapitän aus der 1950er Jahren oder dem ersten Kadett von 1962 oder den überraschenden GT 1900 von 1969. Viele Modelle lassen sicher bei einigen Leser Erinnerungen wach werden, den die Opel-Modelle waren oftmals echte Beststeller. Aber auch begehrenswerte Raritäten wie der Diplomat V8 oder der Ascona Voyage finden sich wieder. Natürlich darf der sportlich-agile Speedster hierbei nicht fehlen. Neben des Tests finden sich besondere Themen wie die Studien von Opel oder die Einsätze im Motorsport wieder.

Auch eingeschworene Fans des Mini können noch eine Überraschung erleben.

60 Jahre Mini war dann der Titel zur letzten ams Edition des Jahrgangs 2019. Der Titel zeigt vier Generationen des Mini vor bunten Hintergründen und treffen damit das Gefühl, welches der Mini vermittelt, sehr gut. Schon die erste Generation bot mit ihren ungewöhnlichen Konzept beeindruckende Fahrleistungen und ein unvergessliches Go-Kart-Feeling. Das überraschende Konzept zeigt sich im Magazin dann gleich in einer Skizze aus dem Jahr 1956, in der Sir Alec Issigonis die Grundlagen der Radaufhängungen festlegte. Nach zwei weiteren großformatigen Bildern liefert das Magazin Impressionen zu alle Generationen des Mini. In unterschiedlichen Cooper-Ausführungen kann man die Entwicklung im Laufe der Jahre nachvollziehen, wobei so die erste Neuinterpretation die ursprünglichen Maße des Mini schon deutlich übertraf. Eine tolle Vorstellung aus dem Jahr 1959 zeigt dann den Ur-Mini in zeitgenössische Betrachtung und Gründlichkeit. Mit mehr als doppelt soviel Leistung konnte der Cooper S dann im Jahr 1963 für Aufsehen sorgen, so dass man gar bei der Rallye Monte Carlo gewinnen konnte. Das zweimalige Siegerfahrzeuge konnte 1965 von der auto motor und sport getestet werden, ebenso interessant ist der Moke von 1967. Ein ungewöhnliche Interpretation des Mini lies sich Scheich Omar bei den englischen Spezialisten von Wood & Pickett maßschneidern. Auch unter der Marke Innocenti war der Mini erhältlich und bot so eine interessante Alternative zum Original. Im gesamten Heft findet sich vieles rund um den Mini wieder, so zum Beispiel das Wohnmobil Wildgoose oder die Studie ACV 30. Schließlich übernahm BMW das Zepter von Rover und entwickelte die Marke bis heute immer weiter, auch in der reinen Modellvielfalt.

Fazit: Die ams Edition bietet immer wieder tolle Highlights und Rückblicke auf ausgewählte Themen. Die Aufmachung und der Umfang rechtfertigen hierbei den Preis von 9,90 Euro, so das dieser durchaus als fair gelten kann. Die Fans der Themen sollten sich in jedem Fall die gelungenen Zusammenstellungen sichern, und die Automaniacs werden sich an der beeindruckenden Vielfalt erfreuen.
Alle Ausgabe sind noch im Shop der Motorpresse erhältlich: https://shop.motorpresse.de/auto-motor-und-sport/edition/hefte/print/

Text: Marco Rassfeld
Fotos: Motorpresse, Marco Rassfeld