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Buch – ADAC GT Masters 2020

Das Jahr 2020 war ein hartes für alle Motorsport-Fans, denn die weltweite Corona-Pandemie machte es unmöglich die Meisterschaften wie geplant stattfinden zu lassen. Der hiesigen ADAC GT Masters gelang aber das Kunststück zumindest eine vollwertige Saison mit 14 Rennen zu fahren. So blickt das nun schon zum dritten Mal erscheinende Jahrbuch aus dem Gruppe C Motorsport Verlag auf den GT3-Motorsport in Deutschland zurück.

Beeindruckende Startfelder bot die ADAC GT Masters auch im schwierigen Jahr 2020.

Das große Hochformat ist für das Jahrbuch auch in diesem Jahr eine gute Wahl, zum Einem entspricht dies auch den Jahrbüchern der Vorjahre und zum Anderen gibt es eine Menge Platz für viele Bilder. Mit wieder rund 500 Fotos geben schon die bibliografischen Angaben einen deutlichen Hinweis auf die zu erwartenden Vielfalt. Obligatorisch ist auch, dass der Titelgewinner das Cover ziert, in diesem Fall der Porsche 911 GT3 R vom neuen Team SSR Performance. Mit Christian Engelhart und Michael Ammermüller setzte man auf viel Erfahrung hinter dem Lenkrad und diese sollte sich im wieder mal sehr ausgeglichenen Starterfeld der ADAC GT Masters auszahlen. Natürlich gehörte auch einen gute Vorbereitung des Porsche durch das Team und die entsprechende Organisation zu den Erfolgsfaktoren. Die Vielfalt der Marken war auch in diesem Jahr beachtlich und die Ausgeglichenheit durch das Balance of Performance-System wieder mal enorm. In den letzten vier Jahren konnten so in der Meisterschaft mit Chevrolet, Mercedes-AMG, Audi und Porsche siegen und dies macht bis heute auch die Besonderheit im GT3-Sport aus. Die ADAC GT Masters hat sich in seiner vierzehnten Saison längst als einer der stärksten Rennserien im GT3-Sport etabliert.

Mit der Erläuterung des Reglements liefert das Buch auch für Unerfahrene einen einfachen Einstieg.

Nachdem Aufschlagen wird die Vielfalt des Feldes nochmals unmittelbar vor Augen geführt, denn eine Luftaufnahme zeigt gleich 31 Fahrzeuge, die am Start standen. Neben Chevrolet, Mercedes-AMG, Audi und Porsche nahmen auch Bentley, BMW, Lamborghini bei den ADAC GT Masters teil. Das Inhaltsverzeichnis zeigt dann schon einen ersten Überblick über alle Rennen, die sich in chronologischer Reihenfolge im Buch wiederfinden. Dazu gibt es aber noch einiges mehr zu entdecken …
Das Vorwort stammt aus der Feder von Hermann Tomcyzk, der als Sportpräsident auf die vergangene Saison unter den erschwerten Bedingung mit nur sehr vereinzelt zugelassenen Zuschauern zurückblickt. Der Erfolg der Serie wird im Jahr 2021 mit dem Prädikat der Internationale Deutsche GT-Meisterschaft 2021 des DMSB bestätigt. Das auch die DTM, welche fraglos eine ruhmreiche Tourenwagen-Vergangenheit hat, in diesem Jahr ebenfalls mit GT3-Rennfahrzeuge durchgeführt, wird dabei offensichtlich bewusst nicht erwähnt. Auch ein Zeichen der eigenen Stärke.

Der Saisonstart erfolgt im Pandemie-Jahr deutlich verspätet und auch an anderer Stelle …

Das Buch blickt dann mit einigen Artikeln auf die Saison 2020 der ADAC GT Masters zurück. Dabei bewies die Serie durchaus beeindruckend, dass man Krisenfest ist. Dies ist gleichfalls die Überschrift zum ersten Artikel, der auf die herausfordernden Umstände im Corona-Jahr 2020 eingeht. Nach einem vollkommen unsicheren Start gelang es der Organisation ein straffes Program mit 14 Rennen an sieben Wochenende in 101 Tagen durchzuführen. Dabei konnte man sich auf ein starkes Teilnehmer-Feld verlassen, denn nur vereinzelt sagten Teams ihre Teilnahme an den GT Masters pandemiebedingt ab. Die recht textlastige Einführung geht auf die einzelnen Teams und deren Vorbereitung ein. Auf einige schmückende Bilder verzichtet man aber natürlich auch hier nicht. So erlangt man schon einen ersten Einblick auf die Starterfelder, die fraglos immer beeindrucken. Es folgt eine Vorstellung der Rennstrecken, welche diesmal ausschließlich in Deutschland und Österreich lagen. Auch die Reihenfolge entsprach nicht der bislang üblichen und der Saisonstart musste verschoben werden. Die ersten beiden Rennen und die Vortests fielen der Pandemie zum Opfer und erst Ende Juli konnte das erste Rennwochenende auf dem Lausitzring starten. Dieser wurde in der Saison gleich zweimal gefahren, denn das Rennen in Zandvoort wurde kurzfristig abgesagt und so startete man nochmals im November auf dem Lausitzring.
Es folgen noch die Erläuterung zum Reglement und weitere Facts zur ADAC GT Masters ehe die Technik der Fahrzeuge vorgestellt wird. Die neuen Reifen waren für die Teams eine Herausforderung und weitere technische Entwicklung an den Fahrzeugen werden dem Leser näher gebracht.

Die vielen Bilder liefern einen Blick auf alle Fahrzeuge und immer wieder nutzen diese auch das große Format.

Die Fahrzeuge, welche an den ADAC GT Masters 2020 teilnahmen werden dann noch einzeln in einer Art Kurzporträt präsentiert. Zu jedem Modell gibt es hierzu eine recht große Fahraufnahme, die wichtigsten technischen Daten und eine kurze, textliche Beschreibung. Die entsprechenden Bezeichnungen der Modelle wird dazu noch ergänzt um die Teams, welche die Fahrzeuge einsetzten. Vom Mercedes-AMG GT3 kamen sogar zwei unterschiedlichen Evolutionen zum Einsatz und werden dementsprechend auch gesondert vorgestellt. Komplettiert wird die Vorstellung mit dem Blick auf die Teams und Fahrer. Hier werden in kompakter Art und Weise dem Leser alle Fahrer und auch alle Fahrzeuge vorgestellt. Dazu gibt es noch Informationen zum Team und weitere Details zu den Fahrern.
Mit dem Test am Lausitzring am 18. und 19. Juli hatten die Teams dann die Möglichkeit die ersten Test durchzuführen. Für viele war dies gar die erste Möglichkeit ihre Fahrzeuge abzustimmen, denn auch die üblichen Testfahrten waren in vielen Bereichen nicht möglich. Das Hygienekonzept war notwendig und wurde auch dementsprechend von allen beachtet um einen weiteren Baustein zur Normalität zu erreichen. Neben neuen Fahrzeugen waren auch neue Fahrer und Fahrerpaarungen bedacht darauf ihre Grundeinstellungen zu finden. Einen kurzen Seitenblick gibt es noch auf das Steer-by-Wire-System Space Drive, welches in einem Porsche 911 GT3 R auf dem Lausitzring zum ersten Mal in einem Rennen der ADAC GT Masters eingesetzt wurde.

Die Verschiebung in den Herbst sorgte für erschwerte Bedingungen und dabei aber tollen Bildern.

Der Lausitzring war dann auch Schauplatz der ersten beiden Rennen am 31. Juli und 1. August und bot endlich wieder echte Rennaction mit den GT3-Rennwagen. Alle Rennwochenenden werden einzeln vorgestellt und bringen eine Vielzahl an Bildern zum Vorschein. Diese müssen in diesem Jahr zwar auf die Fans verzichten, aber neben den Eindrücken von der Rennstrecke erhalt man auch immer wieder einen Blick in die Boxengasse und auch die Menschen rund um das Rennen. Die Bilder füllen einen großen Teil der Seiten aus und nutzen auch immer wieder das große Format des Buches. Kein Rennwagen bleibt hier verborgen und die vereinzelt wieder zu findenden Bildunterschriften klären über die abgebildeten Personen auf. Auch die Bild-Tableaus, welche eine hohe Anzahl an kleinen Bildern auf einer Seite komprimiert darstellen werden wieder umgesetzt und zeigen diverse interessante Szenen rund um die Veranstaltungen. Der Text liefert dann dazu die notwendigen Informationen zum Verlauf des Wochenendes vom Training bis zum Zieleinlauf. Oftmals finden sich noch besondere Artikel mit dem Fokus auf ein Thema wieder, die unterschiedlichste Details wiedergeben. Eine ausführliche Statistik mit allen Ergebnissen der Qualifyings und Rennen runden die Darstellung der Wochenende ab.
Nachdem alle Rennwochenende in diesem Rahmen nachgehalten wurden, bietet das Buch aber noch mehr. Alle Champions werden porträtiert, sogar die die eSports Championship wurde hierbei berücksichtigt. Dazu gibt es noch Hinweise zu Berichterstattung, den Rahmenserien und eine umfassende Gesamtstatistik der ADAC GT Masters.

Fazit: Die Saison der ADAC GT Masters im Jahr 2020 war natürlich auch beeinflusst durch die Corona-Pandemie, aber man schaffte es dennoch eine beeindruckende Saison auf die Beine zustellen. Zwar war nicht alle Rennen auf den ursprünglich geplanten Rennstrecken durchzuführen, aber trotzdem gelang die Organisation von 14 Rennen an sieben Wochenenden. Damit gibt es auch genügend Stories und auch die entsprechenden Bilder um das Jahrbuch wie gewohnt zu füllen. Somit können viele hiermit einen Rückblick auf die Saison erhalten, auch wenn es Besuch an der Rennstrecken zu großen Teilen komplett verwehrt blieb.
Für glatt 40 Euro ist das Jahrbuch ein Muss für die Fans des Motorsports, welcher in der ADAC GT Masters auf internationalen GT3-Niveau stattfand.

Bibliografie:
Titel: ADAC GT Masters 2020
Projektleitung: Tiim Upietz
Autor: Oliver Runschke
Umfang: 242 Seiten, rund 500 Farbfotos
Format: 235 x 315 mm
Bindung: Hardcover
Auflage: 01/2021
Preis: 40 €
ISBN-Nr.: 978-3-948501 11-2
Beim Verlag unter: https://www.gruppec-verlag.de

Text: Marco Rassfeld
Fotos: ADAC Motorsport, Gruppe C Motorsport Verlag. Marco Rassfeld

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