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Buch

Alfa Romeo 8C

Competizione – Spider

In der Supercars-Buchreihe von Giorgio Nada Editore ist nun ein dritter Titel erhältlich. Nach Ferrari F 40 und Lamborghini Countach wird es hierbei deutlich moderner. Mit dem Alfa Romeo 8C steht nämlich ein Modell aus den frühen 2000er Jahren im Fokus. Im limitierter Auflage wurde dieser als Competizione und Spider produziert und war sofort ein Sammlerstück. Für Alfa Romeo ein ganz besonders Supercar.

Der zeitlose Titel setzt den Star des Buches gekonnt in Szene.
Der zeitlose Titel setzt den Star des Buches gekonnt in Szene.

Bei der Aufmachung des Buches bleibt sich der Verlag glücklicherweise treu. So findet man ein klassisches Hochformat vor, welches sowohl in Bezug auf das Handling als auch auf die Größe für die Abbildungen eine gute Basis liefert. Der Schutzumschlag ist auch hier sehr dunkel gehalten und auf dem Titel findet man die Front des Modells sehr präsent wieder. Dabei verzichtet man bewusst auf jeden Hintergrund und verliert sich im Schwarz.

Dieses gibt dem roten Alfa Romeo 8C Competizione die Möglichkeit alle Blicke auf sich zu ziehen. Ebenso gelungen ist auch die verwendete Typo, welche im einem Block im oberen Bereich den Titel und somit die Modell-Bezeichnungen wiedergibt. Durch einen geschickten Blocksatz entsteht in gelber Farbe ein Gegenpart zum Bild. Auch der Autor und die Buchreihe finden sich hier wieder. Der Verlag steht dagegen noch am unteren Ende der Titelseite im recht kleinen und zurückhaltendem Format.

Mit einem Concept Car startet die Entwicklung des Alfa Romeo 8C.
Mit einem Concept Car startet die Entwicklung des Alfa Romeo 8C.

Auch die Rückseite ist komplett in schwarz gehalten und bringt einen recht umfangreichen Klappentext. Dieser ist zweisprachig in Italienisch und Englisch ausgeführt, was natürlich für das gesamte Buch gilt. Man arbeitet schon hier die Besonderheit des Alfa Romeo 8C heraus und stellt ein fraglos besonderes Automobil in den alleinigen Fokus eines Buches. Unter dem Text findet sich, ebenso auch in den vorangegangenen Bücher zu entdecken, eine Seitenaufnahme des Modells wieder.

Auf den langen Klappen des Umschlages finden sich noch eine kurze Vita des Autors wieder. Ivan Scelsa ist erfahrener Journalist und tief in der Szene von Alfa Romeo verwurzelt. So kann er schon auf viele Titel für diverse Medien ebenso zurückblicken, wie auf weitere Bücher über Modelle von Alfa Romeo. Neben diesem Wissen verfügt er über auch über die notwendigen Kontakte um ein würdiges Buch über das Supercar Alfa Romeo 8C zu realisieren.

Nach dem Einstieg in das Buch, welches auch ohne Schutzumschlag ein passend bedruckten Bezug nutzt, findet man sich schnell im Inhaltsverzeichnis wieder. In diesem finden sich neben dem Vorwort neun Kapitel in denen der Alfa Romeo 8C vorgestellt wird. Neben den verschiedenen Modellen gibt es noch mehr übergreifende Themen zu entdecken.

Der Innenraum bot für die Fahrer eine hochwertige Ausführung mit außergewöhnlichen Materialien.
Der Innenraum bot für die Fahrer eine hochwertige Ausführung mit außergewöhnlichen Materialien.

Das Vorwort blickt auf die noch junge Vergangenheit des Alfa Romeo 8C. Dieser wurde erstmals 2003 auf der Frankfurter IAA vorgestellt. Zunächst offiziell noch als Concept tituliert, sorgte er aber sofort für Aufsehen. War dies der Anfang der Auferstehung einer zu dieser Zeit eher lethargisch agierenden Marke? Die Nutzung der alten Modellbezeichnung 8C und auch das geniale Design ließen einiges erhoffen. Oder war er nur wieder eines dieser Show-Cars …?

Das diesem ersten Auftritt tatsächlich ein käuflicher Supersportwagen von Alfa Romeo folgen sollte, glaubte damals wohl niemand. Heute sind die limitierten Modelle schon sehr gesucht. So findet man im Vorwort auch die Tatsache wieder, dass die Preisentwicklung steil nach oben geht. Wobei der Alfa Romeo 8C zu keiner Zeit ein günstiges Vergnügen war. Hierzu trug das Gesamtkonzept ebenso bei wie die bewusste Limitierung.

Mit dem Spider folgt eine zweite Variante des Alfa Romeo 8C, welches ebenso begeistern konnte.
Mit dem Spider folgt eine zweite Variante des Alfa Romeo 8C, welches ebenso begeistern konnte.

Das Buch geht dann im ersten Kapitel auf die Herkunft und die Vergangenheit der Marke ein. Unweigerlich kommt man hier mit dem Motorsport in Verbindung und auch die Modellbezeichnungen von damals kommen dem Leser sicher bekannt vor. Die Texte sind, wie schon erwähnt in zwei Sprachen und werden durch geschickte Platzierung von einander getrennt. Man findet sich immer gut zurecht, was auch am dem leicht grauen, englischen Text liegt. Der italienische Text hingegen zeigt sich im klassischen Schwarz.

Auch kann man schon bei ersten Blick in die Vergangenheit eine Vielzahl an Bildern entdecken. Diese nehmen den Leser in diesem Fall mit in die Vergangenheit und beim Anblick des Alfa Romeo 33 Stradale wird man fraglos parallelen zum modernen 8C erkennen. Auch einige, interessante Skizzen zum neuen Alfa Romeo 8C finden sich im ersten Kapitel noch formatfüllend wieder. Ein gelungener Einstieg also …

Das Buch stellt dann das 8C Concept aus dem Jahr 2003 vor. Vieles ist hier optisch schon identisch mit dem späteren Kleinserien-Modell, dennoch gibt es feine Unterschiede zu entdecken. Die Bebilderung wird hier umfassender und man bekommt auch viele Detail-Aufnahmen zu sehen. Wobei in den passenden Bildunterschriften leider nicht immer deutlich benannt wird ob es sich nun um die Concept- oder die Serien-Variante handelt.

Einige Anekdoten und Geschichten mit vielen Besonderheiten finden sich auch im Buch wieder.
Einige Anekdoten und Geschichten mit vielen Besonderheiten finden sich auch im Buch wieder.

Nach dem Blick auf den Designer Wolfgang Egger folgt schließlich die Vorstellung des Serien-Modells. Zunächst war das Coupé mit dem Beinamen Competizione erhältlich. Es wurde bei Maserati gebaut und nutzte einen Motor von Ferrari. So griff man in das große Fiat-Teile-Regal um den Traum von neuen Alfa Romeo-Supersportwagen zu realsieren. Wie komplex das verwendete Chassis war, davon zeugt ein eigenes Kapitel im Anschluss.

Zwei Jahre später folgt der ebenso gelungene Spider, der wie der Competizione in 500 Einheiten gebaut werden sollte. Da man bei diesem auf den US-Markt verzichtete, wurde die Produktion aber nach 329 Exemplare gestoppt. Diese macht die offene Version des Alfa Romeo 8C heute nochmals interessanter.

Es folgen noch Blicke auf die sportlichen Details, wobei hier auch auf die einmalige Innenausstattung von Poltrona Frau eingegangen wird. Die reiche Bebilderung kann auch hier viele sehr liebevoll gestaltete Details offenlegen. Im Anschluss werden noch ein paar Fahreindrücke vorgestellt. Mit 450 PS war der Alfa Romeo 8C immer vorne mit dabei und viele Tester konnte er auch überzeugen. Zum Abschluss folgt noch eine Übersicht über diverser Kuriositäten rund um das moderne Supercar von Alfa Romeo.

Fazit: Mit dem Alfa Romeo 8C wird in der Supercars-Buchreihe nun ein junger Klassiker vorgestellt. Dieser ist aus heutiger Sicht noch sehr modern, aber zugleich schon ein moderner Klassiker. Dies zeigt alleine die Tatsache, das Internet oder Handys bei der Vorstellung für viele Menschen noch Fremdwörter waren. Dem Buch gelingt es gut auf die verschiedenen Modelle inklusive des Concepts zurückzublicken. Dazu gibt es noch weitere Details zu entdecken, welche die Vorstellung gelungen abrunden. Mit vielen Bildern erhält man auch einen sehr guten Eindruck mit vielen Details. Die Formen des 8C können fraglos begeistern.
Zum Preis von 44 Euro erhält man mit dem Buch alle Informationen zum Alfa Romeo 8C. Mit diesem Modell gelang der traditionsreichen Marke ein entscheidender Schritt in die Zukunft.

Titel – Alfa Romeo 8C

Bibliografie:
Titel: Alfa Romeo 8C – Competizione – Spider
Autor: Ivan Scelsa
Umfang: 168 Seiten, 205 Schwarz-Weiß- und 5 Farb-Abbildungen
Format: 243 x 270 mm
Sprache: Englisch, Italienisch
Bindung: Hardcover mit Schutzumschlag
Auflage: 03/2023
Preis: 44,– €
ISBN-Nr.: 978-88-7911-886-6
Bestellbar beim Verlag unter:
www.giorgionadaeditore.it

Text: Marco Rassfeld
Fotos: Loic Kernen ©2018 Courtesy of RM Sotheby’s
, Giorgio Nada Editore, Marco Rassfeld

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